Museum der Moderne Salzburg: Vorschau 2019

Erstellt am: 05.12.2018 | Featured, Medien, pressetext

Salzburg (pts017/05.12.2018/12:30) – Die Entwicklung eines Leitbilds für das Museum, der Ausbau bestehender Partnerschaften und eine stärkere Vernetzung mit Kulturinstitutionen und Publikum stehen im Mittelpunkt der Planungen für die kommenden Jahre im Museum der Moderne Salzburg.

„Gemeinsam mit dem Team des Museums setze ich mir zum Ziel, eine geschichtsbewusste Vision für das Museum des 21. Jahrhunderts und ein Leitbild für das Haus zu entwickeln“, so Thorsten Sadowsky, der im September 2018 die Stelle als Direktor am Museum der Moderne Salzburg angetreten hat. Landeshauptmann Wilfried Haslauer freut sich, dass der neue Direktor gut in Salzburg angekommen ist und sich bereits intensiv einarbeiten konnte. „Das Museum der Moderne Salzburg ist eine wichtige Säule der Salzburger Museums- und Kulturlandschaft. Es gilt auch in den nächsten Jahren, einen mutigen Weg mit Ausstellungen, die beim Publikum und den Fachmedien Anklang finden, anzubieten. Besonders positiv finde ich, dass Kooperationen und inhaltliche Abstimmungen verstärkt werden. Mein Dank gilt Direktor Sadowsky und dem gesamten Team“, so Haslauer.

Mit thematischen Sammlungsausstellungen, monografischen Ausstellungen und einer noch stärkeren Positionierung des Hauses im Bereich der Fotografie möchte Sadowsky das Museum der Moderne Salzburg zu einem internationalen Kompetenzzentrum für Kunst, Fotografie und visuelle Kultur weiterentwickeln und damit nachhaltig zum Profil Salzburgs als eine der attraktivsten Kulturstädte Europas beitragen. Das große Potenzial der bestehenden Partnerschaften, wie zum Beispiel mit der Fotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg und der hochkarätigen Sammlung Generali Foundation, gilt es daher auszuschöpfen und innovativ auszubauen.

Auch der Bereich der Kunst- und Kulturvermittlung am Museum der Moderne Salzburg soll vermehrt gefördert werden, um das Museum neuen Besucherschichten zu erschließen und stärkere Resonanz aus der Bevölkerung zu erfahren. Sadowsky sieht das Museum als eine Plattform für den Puls der Zeit; in diesem Sinne soll es wie eine Art museales Schaufenster für neue und aufstrebende zeitgenössische Positionen funktionieren. „Ich verstehe das Museum als ein offenes, diskursives Forum, das seine Legitimation aus einer kritischen Verortung in der Gegenwart bezieht und die drängenden Fragen der Zeit aufgreift. Gegenwart ohne Kenntnis der Vergangenheit läuft jedoch Gefahr, in Wiederholung zu enden.“

„Der kunstgeschichtliche Kanon der Moderne und die zeitgenössische Kunst gehören zusammen“, betont Sadowsky des Weiteren. Dementsprechend startet das Programm für 2019 mit zwei monografischen Ausstellungen zu den Künstlern Ernst Ludwig Kirchner (1880 Aschaffenburg, DE – 1938 Frauenkirch-Wildboden bei Davos, CH) und Asger Jorn (1914 Vejrum, DK – 1973 Aarhus, DK), mit denen Sadowsky gleich zu Beginn seiner Direktion eine Brücke zwischen klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst schlägt.

Die Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner. Der Maler als Fotograf (2. März – 16. Juni 2019) bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks im Werk von Kirchner und zeigt erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten. Asger Jorns Werk zeigt hingegen einen spielerischen Umgang mit künstlerischen Konventionen und bietet eine fintenreiche Dialektik zwischen Tradition und Satire, alt und neu, Kritik und Lobpreisung. Mit der Ausstellung Asger Jorn. Das druckgrafische Werk (23. März – 30. Juni 2019) wird Jorns über 500 Blätter umfassendes druckgrafisches Werk erstmals außerhalb Dänemarks gezeigt.

Als eine der ersten Sammlungsausstellungen 2019 eröffnet im Frühjahr Der fotografierte Mensch. Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes (6. April – 16. Juni 2019), eine Ausstellung, in der die Entwicklung dieses Sammlungsbestandes umfassend der Öffentlichkeit präsentiert wird. Mit der mittlerweile elften (27. April – 29. September 2019) und zwölften (19. Oktober 2019 – 8. März 2020) thematischen Sammlungsausstellung in Partnerschaft mit der Generali Foundation findet diese erfolgreiche Reihe auch 2019 ihre Fortsetzung. Auch das Generali Foundation Studienzentrum wird 2019 wieder mit thematischen Ausstellungen bespielt.

Der Sommer 2019 am Museum der Moderne Salzburg steht ganz im Zeichen zweier Großprojekte. Den Auftakt macht die israelische Bildhauerin, Video- und Installationskünstlerin Sigalit Landau (1969 Jerusalem, IL – Tel Aviv, IL) mit einer Ausstellung in beiden Häusern. Seit 15 Jahren nutzt Landau das Tote Meer als Inspirationsquelle und Labor für zahlreiche Werke, mit denen sie faszinierende Metamorphosen schafft, die häufig auf Fragen der weiblichen Identität und Körperlichkeit Bezug nehmen. Aber auch die Schatten des Holocaust, die politisch angespannte Situation in Israel, komplexe Fragen von Gerechtigkeit, struktureller Gewalt und ökonomischer Ausbeutung der Natur werden in ihren starken und vielschichtigen Werken verarbeitet. Die Ausstellung Salt Years (6. Juli – 17. November 2019) wird zahlreiche im Toten Meer getaufte Readymades und eine Auswahl der wichtigsten Videoarbeiten von Sigalit Landau zeigen.

Anlässlich des 50. Jubiläums der Landung von Apollo 11 am 21. Juli 2019 präsentiert das Museum der Moderne Salzburg in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich eine große Ausstellung mit dem Titel Fly Me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung (20. Juli – 3. November 2019). Der Streifzug durch die Geschichte der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Mond und seiner Interpretation vereint eine Vielzahl von Medien – von Kupferstichen über Malerei bis hin zu Fotografie, Videokunst und multimedialen Installationen, die in einem Ausstellungsparcours erkundet werden können.

Dystopische Miniaturen und schwarzer Humor erwarten die Besucher_innen in der Ausstellung Walter Martin & Paloma Muñoz. A Mind of Winter (30. November 2019 – 19. April 2020). In den Fotografien und Skulpturen des Künstlerpaares zeigen sich surreale Landschaftsdioramen und absurd-bizarre Szenen, die auf die Unsicherheit und Abgründe menschlicher Verhältnisse verweisen. Mit der letzten Ausstellung 2019 öffnet das Museum der Moderne Salzburg in einem Großprojekt seine Sammlungsbestände (7. Dezember 2019 – 15. März 2020). Auf den Ebenen Mönchsberg [ 3 ] und [ 4 ] wird die heterogene Sammlung unter maximaler Ausnutzung der Wand- und Raumflächen neu inszeniert. Der Blick in die Tiefen der Sammlung wird unter anderem auch Werke zu Tage fördern, die seit Jahrzehnten erstmals wieder das Licht der Ausstellungssäle erblicken werden.

Mehr Infos und druckfähiges Bildmaterial erhältlich unter: https://www.museumdermoderne.at/de/presse/uebersicht

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Aussender: Museum der Moderne Salzburg Ansprechpartner: Martin Moser Tel.: +43 662 842220-601 E-Mail: presse@mdmsalzburg.at Website: www.museumdermoderne.at



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