100 Prozent E-Bus am Großglockner

Erstellt am: 14.06.2021 | Featured, Leben, pressetext

Zell am See (pts037/14.06.2021/15:00) – Erstmals in der Geschichte hat am Freitag, den 11. Juni 2021, ein zu 100 Prozent elektronisch betriebener, zwölf Meter langer Niederflur- und Panoramabus – wie dieser zukunftig auch im OPNV in Städten und im touristischen Bereich zum Einsatz kommt – den ultimativen Leistungs- und Hochgebirgs-Check auf der Großglockner Hochalpenstraße bestanden. Der Modellregionsmanager der KEM Tourismus Schwerpunktregion Zell am See-Kaprun, Sebastian Vitzthum, war bei diesem Leistungstest dabei und zeigt sich begeistert.

Noch bevor Landesrat Mag. Stefan Schnöll, David Gruber (Geschäftsführer SILENTH.eu), LR Sebastian Schuschnig (Kärnten), Sebastian Vitzthum (Modellregionsmanager KEM Tourismus Schwerpunktregion Zell am See-Kaprun) sowie einige Medienvertreter in den E-Bus stiegen, hatte dieser mit seinen mehr als 14 Tonnen Leergewicht, 475 PS und einer Reichweite von knapp 500 km bereits die uber 100 km lange Anreise aus Salzburg zurückgelegt. Dann bestand der zwölf Meter lange Niederflur- und Panoramabus den ultimativen Leistungs- und Hochgebirgs-Check „Großglockner Hochalpenstraße“ mit ihren 36 Kehren und einer Steigung von bis zu zwölf Prozent vollig problemfrei.

Nachdem der Bus weitere 24 km im Hochgebirge zurückgelegt hatte, konnte am Hochtor, der Passhöhe der Großglockner Hochalpenstraße auf 2.504 Metern und gleichzeitig Landesgrenze der beiden Bundeslander Salzburg und Karnten, noch deutlich uber 50 Prozent Restkapazität festgestellt werden. Sogar die 20 km lange Weiterfahrt bis zur Kaiser- Franz-Josefs-Höhe, unmittelbar am Fuße des Großglockners (Österreichs höchster Berg mit 3.798 Metern), meisterte der rein elektronisch betriebene Bus ohne Schwierigkeiten. Auch die Rückfahrt uber Fusch an der Großglocknerstraße, Zell am See und die Tauern-Autobahn nach Salzburg stellt mit einer Gesamtlänge von etwa 330 km, davon ein Drittel im Gebirge, kein Problem dar.

Warum ist dieser Test so interessant?

LR Sebastian Schuschnig aus Kärnten bringt es auf den Punkt: „Nachhaltigkeit wird sowohl in der Mobilität als auch im Tourismus immer wichtiger. Das heutige Testergebnis am Großglockner zeigt mitten in einer sensiblen Naturlandschaft, dass sanfter Tourismus und nachhaltige Mobilität künftig noch stärker Hand in Hand gehen konnen. Der Einsatz von alternativen und klimaschonenden Technologien, wie dem Elektro- oder Wasserstoffantrieb, sind dafür die Grundlage und bereits jetzt ‚State of the art‘. Klimafreundliche Antriebe werden auch unsere mobile Zukunft sowie auch Mobilität im Urlaub schrittweise bestimmen.“

Dass auch die Klima und Energie Tourismus Schwerpunktregion Zell am See-Kaprun bei diesem Test dabei war, ist kein Zufall. Das KEM-Management pflegt intensiven Kontakt mit David Gruber, Geschäftsführer von SILENTH.eu und Experte in Sachen E-Mobilität. So ist es kein Geheimnis, dass jener Bus, der am Freitag am Großglockner getestet wurde, auch in der Klima und Energie Modellregion zum Einsatz kommen könnte.

„Busse wie dieser stellen wichtige Lösungsansätze bei der Schaffung klimafreundlicher Mobilitätsangebote in der Region dar.“ Sagt Sebastian Vitzthum und meint weiters, „Mobilität und damit verbunden die öffentliche Anreise nach Zell am See ist die mitunter wichtigste Säule des KEM-Projektes. Für jene Gäste, die künftig öffentlich in die Region reisen, werden wir innovative und klimafreundliche Mobilitätsangebote schaffen und der 100 Prozent Elektrobus von SILENTH.eu stellt eine sehr interessante Möglichkeit dar, die Vor-Ort-Mobilität in der Region Zell am See-Kaprun klimafreundlich und ressourcenschonend zu gestalten. Der Test heute hat hervorragend funktioniert und zeigt, dass E-Mobilität für große Transportmittel auch im Hochgebirge funktioniert, ich bin mir sicher, dass wir den E-Bus noch oft in unserer Region sehen werden!“

Geht es nach David Gruber, Geschäftsführer von SILENTH.eu, ist die Sache ohnehin klar: „E-Busse und elektronischer Schwerverkehr wurden bis dato oftmals totgesagt, so wie es noch vor wenigen Jahren auch beim E-PKW der Fall war. Wir konnten heute nachweisen, dass der Elektrobus über alle Erwartungen hinaus sogar fur das Hochgebirge ideal geschaffen ist. Diese Botschaft ist vor allem auch fur Gemeinden und öffentliche Stellen wichtig. Denn der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird sich mit dieser Information in Österreich, aber auch weltweit, beschaftigen müssen.“

LR Stefan Schnöll ist vom Test des E-Busses begeistert und meint dazu: „Durch die Clean Vehicle Directive mussen bis zum Jahr 2025 mindestens 22,5 Prozent aller neu zu beschaffenden Busse ‚emissionsfrei‘ sein. Es wird deshalb intensiv an alternativen Antrieben geforscht, um dieses Ziel auch wirklich umsetzen zu können. Der heutige Leistungstest des E-Bus hat uns alle beeindruckt und zeigt, dass die Elektromobilitat bereits sehr gut entwickelt ist. Wir konnen uns mit diesen neuen Technologien Schritt für Schritt einem klimaneutralen Verkehr nähern.“

Klimaschonender Verkehr für sensiblen Naturraum

Einsatz klimafreundlicher Antriebe in öffentlichen Verkehrsmitteln – davon profitiert unser sensibler Naturraum gleich doppelt. Die Klima und Energie Modellregion macht es sich zur Aufgabe, den motorisierten Individualverkehr in der Region zu reduzieren. Umfassende Maßnahmen im Bereich Mobilität machen Zell am See-Kaprun zu einer Klima und Energie Tourismus Schwerpunktregion, die sich den Schutz und die Bewahrung unseres Naturraumes zur Aufgabe macht.

Unsere Region lebt von der intakten Natur und dass die touristische Nachfrage danach stetig im Wachsen begriffen ist, das bestätigen jede Menge Ergebnisse aus der Tourismusforschung. Wenn wir mehr und mehr Touristen bereits bei der Anreise auf die Schiene bringen und diese während ihres Aufenthaltes für öffentliche, klimafreundliche Mobilität begeistern können, dann hat die KEM Tourismus Schwerpunktregion Zell am See-Kaprun ein großes Ziel erreicht. Der 100 Prozent Elektrobus von SILENTH.eu stellt dafür eine große Chance dar, da hat er am Freitag bewiesen!

(Ende)

Aussender: KEM Zell am See-Kaprun Ansprechpartner: Mag. Stephan Obenaus Tel.: +43 650 8510165 E-Mail: so@tourismus-modellregion.at Website: www.tourismus-modellregion.at



Partner

Anzahl

  • Anzahl der Beiträge: 26749
  • Anzahl der aufgerufenen Beiträge: 4720918